Hallo {name},

das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu, und bei uns, dem Rigardu e.V., ist viel passiert. Es ist also Zeit für einen kleinen Rückblick und ein Update.

Neuigkeiten für die politische Bildungsarbeit

Rigardu ist dieses Jahr offizieller Träger der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) geworden. Das bedeutet, dass unsere politische Arbeit hohe Qualitätsstandards erfüllt und wir potenzielle neue Förderungen über diesen Weg erhalten können.

Es war außerdem Zeit, unsere Workshops einmal gründlich zu überarbeiten: neue Designs, neue Methoden, neue Wege, Inhalte spielerisch und altersgerecht zu vermitteln. Einer unserer Workshops hat sogar einen neuen Namen erhalten – er heißt jetzt nicht mehr „Menschenrechtsverletzungen an den EU-Außengrenzen“, sondern „An den Grenzen Europas – zwischen Hoffnung und Gewalt“. Wer Interesse daran hat, Einblicke in die überarbeiteten Workshops zu bekommen, kann gerne bei uns auf Instagram
(@rigardu_ev) vorbeischauen. Dort werden aktuell immer wieder Methoden aus den verschiedenen Workshops vorgestellt und erklärt.

Ein weiteres großes Projekt, das wir dieses Jahr angegangen sind, ist die Zukunftswerkstatt. Zum Hintergrund: In Leipzig fallen aktuell 6,6 % der Unterrichtsstunden aus – meist außerplanmäßig und vor allem an Förder- und Oberschulen. Wir wollen diese Lücken positiv nutzen: Ausfallstunden werden zu Lernstunden für Seminareinheiten der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Unsere Unterrichtseinheiten richten sich alle nach dem Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung der Kultusministerkonferenz. Das Projekt wird durch Engagement Global gefördert und ist daher für Schulen komplett kostenlos. Schulen, mit denen wir für dieses Projekt zusammenarbeiten, sind: die 125. Oberschule, die Oberschule Ihmelsstraße sowie das Gymnasium am Palmgarten. Die Referent*innen werden in den bestehenden Vertretungsplan integriert – es entsteht also kein Mehraufwand für die Schulen, aber ein echter Mehrwert für die Schüler*innen. Die einzelnen Unterrichtseinheiten sind auf 90 Minuten konzipiert und behandeln verschiedene Themen in den Bereichen Flucht, Klima, Menschenrechte und Anti-Diskriminierung.



                          Bild: Eine blonde Person kniet vor einer Flip-Chart. Links von ihr ist eine Power Point-Präsentation an die Wand geworfen.



                          Bild: Eine referierende Person gestikuliert vor einer Power Point Präsentation, welche thematisiert, dass Diskriminierung auf verschiedenen Ebenen systematisch verankert ist.

Neues für die Vereinsorganisation

Auch innerhalb der Rigardu-Strukturen hat sich einiges verändert. Es wurde viel Arbeit und Gedanken hineingesteckt, Rigardu als Team enger zu verknüpfen, die Prozesse noch flüssiger laufen zu lassen und ein gutes Miteinander zu gewährleisten.

So haben wir in diesem Jahr eine Awareness-AG gegründet und Konzepte ausgearbeitet, wie wir intern besser aufeinander achten können, neutrale Ansprechpersonen haben, sollte es zu Konflikten kommen, und sicherstellen, dass auch wir ein möglichst diskriminierungsfreier Raum sind, in dem sich alle gesehen und geschätzt fühlen.

Sicherheit – oder das Sich-sicher-Fühlen – ist grundsätzlich ein Thema, das uns sehr durch das vergangene Jahr begleitet hat. Wir spüren den Rechtsruck im Land immer deutlicher und merken, dass unsere Arbeit nicht immer nur auf positive Resonanz trifft. Deswegen sahen wir uns genötigt, Sicherheitskonzepte für unsere Teamenden auszuarbeiten. Das bleibt ein stetiger Prozess, der sich daran anpassen muss, wie sich das politische Klima weiter verändert.

Um die Teamenden und den Arbeitskreis enger zu verbinden, haben wir auch hier unsere internen Strukturen angepasst und setzen jetzt auf gemeinsame Plena und kleine AG-Treffen, um sowohl das Teamgefühl und die Kommunikation zu stärken als auch produktiv zu bleiben und die Arbeit sinnvoll zu verteilen. Mittlerweile haben wir auch regelmäßig offene Plena, um Interessierten Einblicke zu geben.

Natürlich darf der Spaß nicht fehlen. Deswegen machen wir mehrmals im Jahr Ausflüge und Team-Wochenenden zusammen. Politische Arbeit gelingt nun einmal am besten, wenn man auch Freude daran hat und sich untereinander gut versteht. Dieses Jahr haben wir mit einer gemeinsamen Weihnachtsfeier abgeschlossen – und jetzt kann 2026 auch schon kommen.



                          Bild: Eine dunkelblonde Person schaut auf ein Plakat, das auf einem Tisch liegt. Auf dem Plakat werden Gedanken dazu gesammelt, was wir uns von einer Awareness-Struktur bei Rigardu erhoffen.

Wir danken unseren Spender*innen und Fördermittelgeber*innen!

Ein besonderes Dankeschön möchten wir zudem unseren Fördermittelgeber*innen aussprechen, die die finanziellen Grundlagen für das Engagement von Rigardu schaffen. Im Jahr 2025 haben uns die Stiftung Nord-Süd-Brücken und die Postcode Lotterie gefördert. Seit Oktober erhalten wir zudem eine Förderung von Engagement Global und dem Katholischen Fonds. Außerdem fördert seit vielen Jahren "Wir für Sachsen" unser ehrenamtliches Engagement.

Unsere Projekte und Aktivitäten im Bereich der politischen Bildung wären ohne die wertvolle Unterstützung unserer Förderer und Spender*innen nicht realisierbar.

In diesem Sinne vielen Dank für die Unterstützung, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Herzlich,
Deine Rigardus

Rigardu e.V.
Wurzner Straße 34
04315 Leipzig
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