Begonnen hat unsere Arbeit als ein loser, selbstorganisierter Zusammenschluss von Menschen, die sich 2015 aufgrund der humanitären Not Flüchtender in Europa dazu entschieden haben, nach Idomeni (Griechenland) zu fahren und unmittelbar humanitäre Arbeit zu leisten. Unsere Gruppe wurde schnell größer und es folgten Aktionen in Nordfrankreich und Serbien. Humanitäre Unterstützung wurde zum Beispiel durch Mitarbeit in einer Suppenküche, dem Bauen beheizbarer Notunterkünfte, dem Aufbau eines kulturellen Zentrums, durch Trinkwasserversorgung und mobile Duschen und der Organisation von Spendentransporten in ganz Europa geleistet.

Den Verein Rigardu, der als gemeinnützig anerkannt ist, gründeten wir im Sommer 2016. Das Wort rigardu ist Esperanto und bedeutet so viel wie “hinsehen” oder “beachten”. Da sich die die Situation Flüchtender in Europa aufgrund der europäischen Asylpolitik nicht verbessert, sehen wir weiterhin Handlungsbedarf.

Rigardu führte bis 2018 humanitäre Projekte entlang der Fluchtrouten durch, parallel dazu teilten wir in Vorträgen und Workshops unsere Erfahrungen. Mittlerweile haben wir unsere Bildungsangebote stark ausgeweitet und führen vor allem (digitale) FSJ-Seminare und Projekttage an Schulen durch. Ein anderer großer Teil von Rigardu ist die Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen an den EU-Außengrenzen als Teil des Border Violence Monitoring Network.

Neben etwa 15 aktiven Mitgliedern, die sich in der Projektplanung und der Vereinsarbeit von Rigardu engagieren, unterstützen uns gut 60 fördernde Mitglieder mit ihren regelmäßigen Beiträgen. Du willst dich im Bereich der Politischen Bildung engagieren, dich für Menschenrechte in Europa einsetzen oder ein eigenes Projekt starten? Schreib uns gerne unter mail@rigardu.de. Falls du uns als Fördermitglied oder mit einer Spende unterstützen möchtest, schau doch mal hier.